| Thema: | Lichtstimmungen |
| Jahreszeit: | Februar bis September |
Ende Februar kommen die ersten Störche aus ihren
Winterquartieren zurück. Oft liegt zu dieser Zeit noch etwas Schnee, der erst in
den Morgenstunden auftaut.
Wenn der Frühnebel nicht zu stark ist, sind die Störche bereits unterwegs um Nahrung
und Nistmaterial zu suchen. Die Störche beziehen immer wieder den Horst vom Vorjahr
und man trifft sich mit dem altbekannten Partner zur Brutzeit am gleichen Ort
wieder. Wie ich in meinem Storchentagebuch von 2002 festgehalten habe, war es
teilweise so nebelig, dass die Störche mehrere Stunden nicht losfliegen konnten. Sie
fliegen auf Sicht!
Bis spät in den Abend sind die Altvögel mit der Nahrungssuche für den Nachwuchs
beschäftigt. Sie kehren kurz vor der Dunkelheit zum Horst zurück. Sind die Jungstörche
noch sehr klein, verbringen beide Altvögel die Nacht am Horst. Erst wenn die
Jungstörche größer sind und der Platz auf dem Horst knapp wird, sind die Altstörche
in der Nähe zum Horst (meist auf Dächern oder Bäumen) zu beobachten.
Nachdem die Jungstörche das Brutgebiet weiträumig verlassen haben, kehr Ruhe ein und
es versammeln sich die Altstörche. Sie bilden immer größer werdende Trupps. Auch die
Jungstörche sammeln sich und fliegen ein paar Tage zuvor in den Süden. Danach treten
die Altstörche zusammen den Flug ins südliche Winterquartier an.
Die Hauptreiserute verläuft von Schleswig-Holstein Richtung Süd/Ost-Afrika über den
Bosporus, Golf von Iskenderun, Israel und den Golf von Suez. Die Nebenrute geht über
Spanien, der Straße von Gibraltar nach Westafrika.
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Fotos/Text © Axel Horn
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