Thema: Altstörche auf Nahrungssuche
Jahreszeit: Februar bis September

Ab Mai ist die Gelegenheit am besten Weißstörche während der Nahrungssuche zu beobachten. Zu dieser Zeit ist der Nachwuchs am Horst hungrig und die Altstörche halten sich den ganzen Tag in ihrem Revier zur Nahrungssuche auf.

Hauptsächlich sind Weißstörche auf Feldern in der unmittelbaren Nähe zum Horst zu sehen. Ganz besonders dann, wenn diese gerade gemäht oder gepflügt werden. So wird die Beute aufgescheucht und hat keinen Schutz vor den Jägern mit den roten Beinen. Dabei haben die Störche kaum eine Scheu vor den großen Traktoren der Landwirte. Ich habe oft beobachtet, dass die Störche sozusagen im letzten Moment vor dem Traktor beiseite sprangen. Es ist auch vorgekommen, dass der Landwirt seine Maschine angehalten und darauf gewartet hat, dass der Storch aus dem Weg geht.

Mit heftigem Flügelschlag wird auch schon mal dem flüchtenden Beutetier hinterher gejagt. Wenn die Beute erst einmal fixiert ist bleiben die Jäger regungslos stehen und schnappen im richtigen Moment zu.

Feldmäuse werden gerne an den Ausgängen ihrer Gänge erwartet. Dazu bleibt der Storch regungslos stehen und wartet auf seine Beute. Ich habe beobachtet, dass ein Weißstorch mit seinen Beinen auf der Erde gestampft hatte um die mögliche Beute auf zu scheuchen.

In Gebieten mit mehreren Nestern ist zu beobachten, dass sich mehrere Weißstörche auf einem Feld zur Jagd „treffen" und sich dabei mit Respekt gegenüber dem anderen aus dem Weg gehen. Die Nahrung der Störche fällt sehr unterschiedlich aus. Kleine Nagetiere wie Mäuse, Insekten, Regenwürmer und Fische gehören zum Speiseplan der Weißstörche. Natürlich nicht zu vergessen, wie allgemein bekannt, die Amphibien und somit die Frösche.

Je nach Witterung und örtlichen Gegebenheiten kann die Vielfalt der Nahrung stark eingeschränkt sein. Dies kann unter Umständen dafür sorgen, dass die Jungstörche nicht ausreichend gefüttert werden können. Ganz besonders in den ersten Wochen benötigen sie kleine Weichtiere, wie Regenwürmer. Erst nach und nach können die Jungstörche kleine Mäuse o.ä. annehmen.

An sehr heißen Sommertagen bekoten Weißstörche ihre Beine, um durch die Verdunstung etwas mehr Kühlung zu erhalten. In regelmäßigen Abständen wiederholen sie dies und so kommt es, dass die Storchenbeine zum Teil weiß sind. Ein Passant sprach mich an und meinte mit einem großen Lächeln im Gesicht, dass der Storch weiße Strümpfe anhabe.



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Fotos/Text © Axel Horn
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